Selbstbau von Selectrix-Komponenten

Grundlagen



In der Arduino-Umgebung gibt es eine passende Library (siehe bei Download), somit ist der Selbstbau von Selectrix-Komponenten kein Hexenwerk - und preiswert obendrein.
Anstatt fertige Arduinoboards zu verwenden, ist es günstiger, nur den µC ATMega328 samt Kleinteilen zu besorgen und in der Arduinoumgebung zu programmieren. Dazu benötigt man ein Arduinoboard, auf dem der µC in DIL-Ausführung in einer Fassung sitzt, so dass er gewechselt werden kann.
(Ich habe mir auf meinem Board eine ZIF-Wechselfassung montiert, dies ist jedoch nur sinnvoll, wenn man öfters den µC wechseln will. Für gelegentliche Anwendung kann die normale 20-polige DIL-Fassung verwendet werden.)
Bezugsquellen:
Den ATMega328 mit Bootloader gibt es günstig bei Guloshop, dort sollte man auch gleich den 16MHz-Quartz samt Kondensatoren und eine Fassung mitbestellen. Wenn man nicht sowieso bei einem Elektronikhändler noch eine Bestellung vorhat, dann sollte man hier auch noch die Blockkondensatoren von 100nF (oder mehr) mitbestellen. Je nachdem, wie groß der eigene Fundus ist, wird man jedoch nicht um die Bestellung bei einem Elektronikhändler wie z.B. Reichelt herumkommen, da man ja auch noch etwas Lochrasterplatine und evtl. auch noch einen Spannungsregler braucht.
Für totale Elektronikneulinge gibt es hier weitere Tipps.

Zum Programmieren wird der µC auf das Arduinoboard gesteckt.
(Unbedingt darauf achten, dass der µC richtig in die Fassung gesetzt wird, ansonsten wird das IC zerstört.)
Dort wird er programmiert und danach auf den Sockel seiner Anwendung gesteckt.

Fahrregler



Für einen einfachen SX-Fahrregler braucht es nicht viel:
Einen ATMega328 mit Peripherie, einige Taster, ein LCD-Display, Kabel und Stecker sowie ein Gehäuse.
Das LCD-Display holt man sich in China über Ebay, den Rest z.B. bei Reichelt, dabei kann man die Optik ganz nach eigenem Geschmack gestalten.
Die Anleitung zu einem Fahrregler für vier Loks finden Sie hier.

Decoder


Es sind nicht Fahrzeugdecoder gemeint (hier empfehle ich Doehler&Haass) sondern Decoder für Weichen oder Signale. Der Sketch dazu ist jeweils so programmiert, dass die Schaltadresse nicht per Software eingestellt wird sondern beim Programmieren des µC festgelegt wird. (Für Privatanwender halte ich es für sinnvoll, dass die Decoderadresse nur einmal - eben beim Programmieren - vergeben wird und dann fest bleibt. Sollten wider Erwarten doch Änderungen nötig sein, programmiert man eben neu.)
Decoder für Lichtsignale sind trivial, für Weichen oder Formsignale sind jedoch Treiber nötig, da diese erstens eine höhere Spannung als 5V benötigen und auch mehr Strom als der µC liefern kann.
Tipps zu Dekodern mit ATTiny gibt es hier.

Download

SX-Library